
Ein neuer Apfelbaum als Symbol für jahrzehntelange Verbundenheit
Auf dem Grundstück zwischen dem AWO Seniorenzentrum und dem AWO Zentrum wächst und gedeiht ein kleines Apfelbäumchen, ein Geschenk des Seniorenzentrums für das neue AWO Zentrum für seelische Gesundheit. Mit dem Bezug des Neubaus beginnt ein neuer Abschnitt in der gemeinsamen Geschichte beider Einrichtungen.
In den 1980er Jahren öffnete das AWO Seniorenzentrum seine Türen nicht nur für Pflegebedürftige, sondern auch für Menschen mit psychischen Erkrankungen und kurze Zeit später zogen die ersten neuen Bewohner*innen in der Ludwig-Thoma-Straße ein.
Die Veränderung der Bewohnerzielgruppe brachte damals einige strukturelle und personelle Herausforderungen mit sich: Die bestehenden Angebote für Senior*innen mussten auf die Bedürfnisse von Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen abgestimmt werden. Es folgten Jahre der Anpassungen und Veränderungen, um allen Anliegen gerecht zu werden. Neben personellen Veränderungen fanden bauliche und strukturelle Anpassungen statt.
Ab 1999 gab es für die Bewohner*innen bereits nach Anliegen und Krankheitsbildern getrennte Wohnbereiche. Im Neubau wohnten pflegebedürftige Senior*innen, während der Altbau von der Eingliederungshilfe genutzt wurde. Trotz der räumlichen Trennung gab es jedoch immer viel Gemeinsames und zudem organisatorische Bereiche, die für alle tätig waren, z.B. der Bereich Hauswirtschaft. Viele Feiern und Angebote fanden weiterhin zusammen statt. Auch Örtlichkeiten wie der Garten oder der langjährige Kiosk wurden gemeinsam genutzt. Besonders schön: Freundschaften und Beziehungen hielten oder entstanden über die Einteilungsgrenzen hinaus.
Und heute? Mittlerweile gibt es zwei getrennte, aneinander angrenzende Einrichtungen für Pflegebedürftige und für Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen. Ein freundschaftliches Verhältnis besteht weiterhin: Noch immer besuchen einzelne Bewohner*innen die Angebote der benachbarten Einrichtung. Ein gemeinsames Herzensprojekt, das uns verbindet, ist unsere Hauszeitschrift. Und nicht selten muss falschadressierte Post von der einen zur anderen Einrichtung getragen werden. Wir feiern gemeinsame Feste und nutzen gemeinsam den Garten. Dort steht nun das Apfelbäumchen, das symbolisch die Verbundenheit zwischen unseren beiden Einrichtungen ausdrückt.
Vielen Dank an dieser Stelle an das AWO Seniorenzentrum für das nette Geschenk!












